Swisscom streicht 1000 Stellen

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B2B zu teuer

Als Reaktion auf die schwierige wirtschaftliche Situation beginnt die Swisscom in den kommenden Monaten mit dem Abbau von 1000 Stellen, die allein in diesem Jahr wegfallen sollen. Insgesamt wird sich die Zahl der reduzierten Stellen auf 3000 belaufen, wie aus dem vor drei Jahren bereits vorgelegten Restrukturierungsplan zu entnehmen ist.

Den insgesamt 1200 gekündigten Mitarbeitern in den Geschäftskundenbereichen stehen allerdings 200 Neueinstellungen in den Abteilungen ADSL und Swisscom Mobile gegenüber.

Mit derzeit 1600 Mitarbeitern gilt die Swisscom als eines der größten Unternehmen der Schweiz. Ende des Jahres soll die im Plan festgelegte Zahl von nur noch 15 000 Mitarbeitern erreicht sein, heißt es aus Bern.

Die Reduktion spiegelt insbesondere die schwache Nachfrage der Geschäftskunden für IT- und TK-Dienstleistungen wieder. Eine rasche Besserung erwartet der ehemalige Staatsbetrieb nicht.

Die Situation zwinge vielmehr die Swisscom zur Anpassung ihrer Kapazitäten und Kostenstrukturen. Im Übrigen führten gemäss Swisscom die regulatorischen Eingriffe zur Förderung der Konkurrenz zu einem anhaltenden Preisdruck und zu gewollten Marktanteilsverlusten. Wie das Unternehmen ausführt, sind vom Stellenabbau primär die Wirtschaftsräume Zürich und Bern betroffen.

Neben den TK-Abteilungen hat aber auch das Systemhaus zu leiden. Die bereits im August angekündigte Streichung von 400 Stellen bei Swisscom Systems wurde nun auf 470 wegfallende Beschäftigungsmöglichkeiten aufgestockt und diese Maßnahme soll nun im Rahmen der 1000 zu streichenden Stellen anlaufen. Die bislang großzügig gestalteten Sozialpläne der Swisscom sollen aber auch eingeschränkt werden – nur 400 Mitarbeiter kommen demnach in diesen Genuss, meldet die Neue Zürcher Zeitung. Die Gewerkschaften haben Protest angekündigt.