Marconi zieht sich am eigenen Schopf aus der Pleite

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Gläubiger übernehmen den einstigen TK-Star

Der tief verschuldete TK-Ausrüster Marconi ist offenbar gerettet. Die Gläubigerbanken stimmten in London dem Sanierungsplan des Unternehmens zu.

Danach verzichten die Geldgeber auf umgerechnet 6,2 Milliarden Euro. Im Gegenzug bekommen sie 99,5 Prozent des Aktienkapitals.

Vor knapp zweieinhalb Jahren hatte Marconi mit mehr als 54 Milliarden Euro den Höchststand seines Börsenwerts erreicht. Inzwischen liegt der bei nur noch 78 Millionen Euro.

Nachdem mehrere Tausend Beschäftigte entlassen wurden, wird Marconi nun mit rund 14 000 Mitarbeitern weitermachen. Die Halbjahreszahlen zu Ende September sehen jedenfalls nicht mehr so dramatisch aus, wie noch vor kurzem: Bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro sind Verluste von 365 Millionen Euro angefallen.