Worldcom schöpft wieder Hoffnung

EnterpriseMobile

Kundenvertrauen erringen mit mächtigen Vorreitern

Mit dem dritten neuen Vertrag in US-Regierungskreisen kann der insolvente TK-Riese Worldcom inzwischen aufwarten. Seit November haben verschiedene Stellen der US-Regierung den ehemaligen Favoriten von Bell und Töchtern das Vertrauen entzogen und dem Unternehmen, das wegen Bilanzfälschungen in der Kritik steht, zugesprochen.

Der jetzt abgeschlossene Vertrag mit dem Außenministerium läuft über zehn Jahre und ist 360 Millionen Dollar schwer, schreibt die New York Times. Worldcom, einst größter Provider für Staat und Behörden, werde Internet- und Datendienste liefern.

Der Vertrag mit dem State Department gilt als positiver Wendepunkt im Schicksal des TK-Konzerns – hatten die Behörden die Verträge mit dem gebeutelten Unternehmen unter dem Druck der Öffentlichkeit nach den Enron-Skandalen doch zunächst eingefroren. Nun, so heißt es bei Marktbeobachtern, werde sich Worldcom schnell wieder als entscheidender Mitspieler positionieren.

Aus dieser Perspektive heraus zeigt das Unternehmen auch bereits wieder mit dem Finger auf die Konkurrenz. Die Mißtrauensanträge und die intensive Lobbyarbeit gegen Worldcom hätten der etablierte Traditions-Telco “Ma” Bell und ihre Töchter gegen den Newcomer angezettelt, heißt es aus dem etwas in Verruf geratenen Management. Dies war offenbar zunächst erfolglos.