Telekom schlägt T-Online-Anteile los

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Hübsch: Eine dreiviertel Milliarde Weihnachtsgeld

Die Deutsche Telekom will bis zu 120 Millionen Aktien oder 9,8 Prozent des Grundkapitals ihrer Internet-Tochter T-Online verkaufen. Allerdings sollen die Papiere nicht einfach so auf den Markt geworfen werden, sondern ausschließlich an institutionelle Anleger gehen, kündigte die Deutsche Telekom soeben an.

Mit den erwarteten Einnahmen von rund 720 Millionen Euro will die Mannschaft um ihren neuen Chef Kai-Uwe Ricke den T-Schuldenberg von derzeit 64 Milliarden Euro weiter abtragen. Ricke hatte nach seinem Amtsantritt angekündigt die Außenstände bis Ende kommenden Jahres auf rund 50 Milliarden Euro zu drücken.

Der Verkaufspreis der Aktien werde nach Schließung der Orderbücher festgelegt und später bekannt gegeben. Am Freitag gingen die T-Online-Papiere mit einem Kurs von 6,15 Euro aus dem Handel.

Bislang hält die Deutsche Telekom eigenen Angaben zufolge noch immer 81,7 Prozent an T-Online. Nach dem Verkauf von 100 Millionen Stück wäre es dann weniger als drei Viertel.

Die Deutsche Telekom betrachtet T-Online nach wie vor als Kernbestandteil ihrer strategischen Sparten und will am größten europäischen Internetprovider zukünftig mindestens eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent halten. Aus derzeitiger Sicht erwartet die Deutsche Telekom nicht, im Zuge ihrer Maßnahmen zum Schuldenabbau weitere T-Online-Anteile zu verkaufen.