Initiative gegen die Digitale Kluft wird ausgeweitet

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50 Trainingscenter und zahlreiche neue Angebote

Die digitale Kluft zwischen den Industriestaaten und den Ländern der Dritten Welt droht, den Globus zu spalten. Eine Entwicklung, der die International Telecommunication Union (ITU) in Zusammenarbeit mit Cisco entgegenwirken will. Daher soll nun die bereits laufende Initiative “Internet Training Centre for Developing Countries” (ITCI-DC) ausgeweitet werden.

Derzeit existieren weltweit 26 Trainingszentren, an denen mehr als 800 Studenten lernen, wie man den Herausforderungen der New Economy begegnen könnte. Die Schulungen werden sowohl per Internet als auch im Frontalunterricht abgehalten. Cisco engagiert sich dabei vor allem für Kurse, in denen es um den Aufbau und die Wartung von IP-basierten Netzwerken für kleinere und mittlere Unternehmen geht.

Nun soll nach Angaben der ITU die Zusammenarbeit mit Cisco intensiviert werden. Konkret bedeutet das, dass künftig auch Unterrichtseinheiten in den Bereichen Java, Unix, Sprach- und Datensteuerung sowie Grundsätzen der IT abgehalten werden können. Bis Ende kommenden Jahres sollen 50 neue Trainingzentren eröffnet werden. Das Cisco-Programm besteht aus einem Kurs über 280 Stunden, der ungefähr neun Monate dauert und in acht Sprachen verfügbar ist.

“Wir sind mit dieser Erweiterung sehr glücklich”, sagt Hamadoun Touré, der Leiter des ITU-Büros in Genf. “Das ist ein wichtiger Beitrag zu einer globalen Partnerschaft, mit der sichergestellt wird, dass die gesamte Weltbevölkerung vom Wachstum der IT-Branche profitieren kann.”

Auch die Studenten selbst äußern sich lobend über die Initiative. “In Samoa haben wir nicht viele Möglichkeiten, uns die notwendigen Fähigkeiten anzueignen, um mit den neuen Technologien umzugehen”, erklärt Vavae Timothy Toma, der an der Universität von Samoa Informatik studiert und das ITU-Angebot nutzt. “Das Trainingszentrum hat diese Lücke ausgefüllt.”