Telekom verhandelt über Ortsnetzöffnung

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Preis bleibt strittig

Fünf Tage nachdem die Öffnung der bundesdeutschen Ortsnetze für Call-by-Call-Anbieter verschoben wurde, hat sich die Deutsche Telekom (DTAG) mit einem ihrer Konkurrenten auf die grundlegenden Modalitäten einigen können. Gemeinsam mit 01051-Telecom teilte der Konzern mit, es herrsche Einigkeit über “die Bereitstellung von Dienstleistungen”.

Offen ist allerdings noch der Preis. Hier suchen die beiden Unternehmen Rat bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Sie wurde nun von der DTAG angerufen und soll spätestens im Februar einen angemessenen Tarif nennen. Dieser wird voraussichtlich zwischen 1,3 und 3 Eurocent pro Verbindungsminute liegen.

Angepeilt sei ein Start des Call-by-Call im Ortsnetz zum 1. Mai 2003, hieß es bei 01051-Telecom. Die EU-Kommission hatte der Bundesrepublik allerdings die weitergehende Liberalisierung des TK-Markts auch in den Ortsnetzen bis spätestens Ende des laufenden Jahres vorgeschrieben.

Sowohl die Verhandlungen zwischen den Betreibern und den Carriern, als auch die technische Aufrüstung gelten derzeit noch als Haupthindernisse für eine Öffnung. 01051-Telecom kündigte an, sein Netz an 475 Knoten mit dem der DTAG zusammenzuschalten. Hinter dem Discounter stehen Investoren aus den Niederlanden.