Siemens setzt weiter auf IP-Telefonie

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Selbstversuch läuft auch schon

Der Münchner Elektronik-Konzern Siemens wird sein Engagement in Sachen IP-Telefonie weiter ausbauen. Mit dem Dienst ‘Surpass Voice over Cable’ richtet er sich gezielt an Carrier, die die eigene Infrastruktur mit neuen Services aufpeppen wollen. Sprachdienste, Video und Internet verspricht der Hersteller über den IP-Softswitch hiQ abzuwickeln.

Auch an Neukunden im begehrten US-Markt ist gedacht: Neben der internationalen Spezifikation PacketCable 1.0 unterstütze die Lösung den amerikanischen Standard, sowie europäische Reglements für die Übertragung IP-basierter Sprachdienste, heißt es.

Christoph Wahl, Leiter des Geschäftsbereiches für Carrier Networks, formuliert die Hoffnungen, die sich damit verbinden: Zunächst einmal setze die Lösung “neue Maßstäbe” bei Features und Sicherheitsleistungen. Damit will das Traditionsunternehmen den Kunden “völlig neue Märkte” eröffnen.

Und das wohl genau zum richtigen Zeitpunkt. Darf man nämlich dem Netzwerkgiganten Cisco glauben, so steht dem IP-Telefoniemarkt ein wahrer Boom bevor. Für den Zeitraum von 2001 bis 2004 sehen die Marktkenner von Techconsult nach Cisco-Angaben ein jährliches Marktwachstum von 13,7 Prozent. Das bedeutet: von 60 Millionen Euro Volumen in diesem Jahr auf immerhin 76 Millionen Euro in zwei Jahren.

Auch die Töchter der Siemens AG folgen dem Trend und setzen inzwischen IP-Telefonielösungen ein: Mehr als 1000 Nutzer bei der Siemens Dematic AG telefonieren seit kurzem über die Plattform HiPath 4500.