Netzwerkstrategie: Cable & Wireless macht Salto rückwärts

EnterpriseMobile

Kosten reduzieren, verkaufen, entlassen …

Der US-Telekommunikationsanbieter Cable & Wireless (C&W) macht gleichzeitig mit Kosteneinsparungen und Restrukturierungen auch radikale Einschnitte in der Geschäftsstrategie. Sogar das unternehmenseigene Netz, das Rückgrat jedes Telcos, soll für etwaige Käufer aufpoliert und attraktiv gemacht werden. Das vermuten zumindest gut informierte Kreise in den USA.

Nicht zur Diskussion stehen bis dato folgende Sparmassnahmen: C&W streicht 3500 Stellen aus seiner derzeit 12 500 Mann starken Mitarbeiterschar, davon 1500 in den USA. Das sind insgesamt 28 Prozent der Konzernbelegschaft. Außerdem will das Unternehmen knapp die Hälfte seiner 42 Datenzentren endgültig schließen – weltweit. Dabei soll ein Großteil der erst beim Kauf des Dienstleisters Exodus im Frühjahr erworbenen 27 Datenzentren wegfallen.

Gleichzeitig mit diesen Ankündigungen spricht die Firma davon, “den Fokus und die Strategie” grundlegend zu verändern. Unabhängige Analysten wie Alex Yuriew aus den USA vermuten nun, dass die Firma ihr Netz veräußern und “aus dem IP-Transit-Geschäft aussteigen” wolle. Nur dann, so der Analyst, ergäben die Maßnahmen in ihrer Gesamtheit einen Sinn. David Garbin, Netzwerkstratege bei C&W spricht hingegen bislang nur von einer “Rationalisierung des Netzes”.