Online-Banking in Deutschland: etwas anrüchig

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Im Europa-Ranking gerade noch “ausreichend”

Beim Online-Banking sind die Deutschen noch immer vorsichtig. Im Oktober nutzten zwar rund 4 Millionen PC-Nutzer die Angebote – damit liegt die Bundesrepublik europaweit aber nur im Mittelfeld. Den größten Zulauf verzeichnen Deutsche Bank, Postbank und Diba.

Schwedische, niederländische und französische Nutzer führen die aktuelle Liste zur Verbreitung der Internetnutzung von Nielsen/Netratings an: Hier liegt der Verbreitungsgrad zwischen 35 und 52 Prozent. Insgesamt nutzen demnach 18,6 Millionen Europäer Internet-Services ihrer Finanzinstitute.

Nachholbedarf sehen die Marktbeobachter vor allem an den wichtigen Finanzplätzen. “Trotz des wachsenden Online-Banking-Sektors deuten diese Zahlen darauf hin, dass einige der größten Finanzmärkte, wie Großbritannien und Deutschland, noch ein sehr großes Potenzial für die weitere Entwicklung haben”, so Tom Ewing, Internet-Analyst bei Nielsen/Netratings. Dies gelte insbesondere im Vergleich zu “den entsprechenden Daten in Schweden und den Niederlanden”.

Einstweilen verdichtet sich der Markt für Online-Brokerage hierzulande wegen der schwachen Nachfrage in rasantem Tempo. Das Marktforschungsunternehmen Forrester Research würde eine Elefantenhochzeit zwischen DAB und Comdirect ausdrücklich begrüßen. Diese Verbindung der beiden Rivalen bringe bereits binnen drei Jahren pro Kunde 18 Euro Gewinn im Jahr, versprechen die Analysten. Außerdem werde sich damit das Geschäft mit Online-Brokerage in Deutschland auf einen Schlag beruhigen.