Alcatel SEL plant weiteren Personal-Kahlschlag

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Der Markt, einfach zu schwach …

Der drastische Stellenabbau beim TK-Ausrüster Alcatel geht auch in Deutschland mit unverminderter Härte weiter. Bei der deutschen Alcatel SEL sollen im kommenden Jahr weitere 1400 Stellen gestrichen werden. Das ist ein Fünftel aller Jobs.

Der Vorstand der Alcatel-Tochter nennt zur Begründung die weiterhin andauernde Schwäche des TK-Markts. Der französische Mutterkonzern hatte im September angekündigt, im kommenden Jahr 20 000 Stellen zu streichen. Künftig sollen dann nur noch 60 000 Mitarbeiter weltweit auf der Gehaltsliste stehen.

Von dem Personalabbau seien fast alle Bereiche des deutschen Teilkonzerns betroffen, besonders die Geschäftsfelder Übertragungs- und Vermittlungssysteme sowie Zentral- und Servicebereiche. Der Abbau konzentriert sich vor allem auf die Standorte Stuttgart, Berlin und das Mechanikzentrum im thüringischen Arnstadt, sagte eine Sprecherin.

Damit reißen die Hiobsbotschaften für die Alcatel-Mitarbeiter nicht ab. Mit Ausnahme einer kurzen Erholungsphase während des Telekom-Booms Ende der 90er Jahre hat die deutsche Tochter eine Sanierung nach der anderen hinter sich. Die traditionsreiche Standard Elektrik Lorenz (SEL), die seit 1987 zu Alcatel gehört, beschäftigte Mitte der 80er Jahre noch 33 000 Mitarbeiter, nach dem geplanten Stellenabbau könnten es weniger als 6300 sein.