Blau-Laser-DVD-Revolte gegen Sony & Co.

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Schlaueres Migrations-Konzept?

Die beiden IT-Konzerne Toshiba und NEC haben heute einen Nachfolgestandard für DVD-Datenträger vorgestellt, mit dem sie sich gegen Sony und dessen Industriekonsortium Blue Ray stellen. Beide Lager versuchen, ihr Konzept für die Verwendung von blauen Lasern möglichst schnell durchzudrücken – allgemein ist von einer Markteinführung zu Beginn des kommenden Jahres die Rede.

Der neue Vorschlag der beiden Unternehmen zielt vor allem darauf ab, eine vollständige Kompatibilität zur derzeit verwendeten Technik des roten Lasers herzustellen. Nur wenn die Verbraucher mit neuen Geräten auch alte Datenträger lesen könnten, werde sich die Technik durchsetzen, so die Hoffnung. Außerdem sollten enorme Kosteneinsparungen möglich sein, wenn bestehende Fertigungsstraßen mit leichten Veränderungen weiter verwendet werden könnten.

Toshiba und NEC sehen diese Kriterien in den Entwürfen der Blue-Ray-Gruppe um Sony, Hitachi, Pioneer, Sharp, Samsung, LG und Philips nicht erfüllt. Allgemein wird allerdings vor der Gefahr gewarnt, der zukünftige Markt um die DVD könnte zersplittern.

Aufgrund seiner kürzeren Wellenlänge soll die Technik mit dem blauen Laser wesentlich größere Datenmengen auf Scheiben im bekannten Format ablegen können. So würde ein Kinofilm selbst mit höchster Auflösung auf einer DVD Platz finden.