Sun entwickelt Dreisprung zum automatisierten Netz

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Alle Netzwerk-Ressourcen im Blick

Rechenkapazität zu beziehen wie Strom aus der Steckdose, ist letztlich die Vision vom Grid-Computing. Zur unabdingbaren Voraussetzung gehört, dass die Netzadministration einfacher wird und dass mehr Prozesse automatisiert werden können. Computerhersteller Sun Microsystems hat nun einen kleinen Ausblick gegeben, wie sein Fahrplan dorthin aussehen könnte.

Eines der Hauptprobleme besteht darin, dass die Computer der diversen Hersteller in unterschiedlicher Weise kommunizieren. So arbeitet Sun daran, ein komplettes Netz verwalten zu können wie einen einzigen Rechner. Sun bezeichnet die Strategie als N1. In wenigen Jahren schon soll es soweit sein.

Zunächst sollen Netzwerk-Administratoren in die Lage versetzt werden, sämtliche Komponenten über ein System kontrollieren zu können. Sun spricht dabei von einer Virtualisierungs-Engine, die die Ressourcen erscheinen lassen kann, als gehörten sie allesamt zu einem einzigen Pool. Die Engine soll Ende dieses Jahres auf den Markt kommen.

Die zweite Phase beginnt im kommenden Jahr. Dann sollen Möglichkeiten entstehen, die es erlauben, Services zu erkennen und sie mit dazu passenden Rechenleistungen zu koppeln. Mehr als ein paar Clicks sind dann dafür nicht mehr notwendig, verspricht Sun. Ab 2004 schließlich finden Ressourcen und Aufgaben beziehungsweise Services nahezu automatisch zueinander, je nach Bedarf im ständigen Wechsel.

Außer Sun bemühen sich noch andere IT-Hersteller um die Netzwerk-Automatisierung. Am bekanntesten ist vermutlich das E-Liza-Projekt von IBM. Big Blue spricht in diesem Zusammenhang von “Selbstheilung”. Das Netz soll sich selbst organisieren und Störungen automatisch beseitigen.

Speicherspezialist EMC kündigte diese Woche ein Speicher-Management-System an, das Ressourcen in einer Art Pool verwaltet. Hewlett-Packard fasst seine Management-Aktivitäten in einem Ultility Data Center zusammen.