Juniper Networks macht Miese – und erfreut die Analysten

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Verluste verdreifacht

Wenn die Analysten einem Unternehmen applaudieren, das einen Umsatzeinbruch von 25 Prozent erlebt und gleichzeitig seine Verluste fast verdreifacht, dann müssen die Zeiten wirklich schlecht sein. Juniper Networks hat genau das mit seinen Zahlen für das dritte Quartal unter Beweis gestellt.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterten die Quartalsverluste von 29,7 auf 88,3 Millionen Dollar. Von über 200 Millionen Dollar stürzte das Geschäft zwischen Juli und September auf nur noch 150 Millionen Dollar. Und daran werde sich bis zum Jahresende auch nicht viel ändern, sagte Juniper-Chef Scott Kriens. Es seien eben “schwierige Marktbedingungen”, die anhaltende Investitionszurückhaltung in der TK-Branche sei schuld.

Dabei muss Juniper tatsächlich den Zukauf von Unisphere Networks noch verdauen. Die ehemalige Siemens-Tochter kam zur Jahresmitte für 375 Millionen Dollar und ein dickes Aktienpaket in das Unternehmen. Bei Merril Lynch heißt es auch deshalb, das sei eigentlich “gar kein schlechtes Quartal” bei Juniper gewesen.