Systems: McData greift mit exotischem Switch-Format an

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Ein einziger Chip buckelt 24 Ports

Der Switch-Hersteller McData will seinen Gegnern Beine machen. Entsprechend laut fiel die Ankündigung des neuesten Fibre-Channel-SAN-Switches mit der Bezeichnung Sphereon 4500 anlässlich der Systems aus. John Kelley, CEO und President behauptete im Webcast gar, mit diesem Produkt die Konkurrenzunternehmen Brocade und Qlogic überholt zu haben. Während diese beiden “lediglich 16 Ports” bei ihren Standard-Switches zu offerieren hätten und die 32-Port-Serie für die meisten Kunden zu groß und zu teuer sei, hofft Kelley mit dem 24-Port-Switch die lukrative Mittelstands-Klientel zufrieden stellen zu können.

Kleinere und mittelgroße Unternehmen sollen “zu einen weitaus günstigeren Preis, nämlich für 700 Dollar je Port” innerhalb von “etwa 6 bis 12 Monaten” einen Return on Investment erwirtschaften, versprach Firmengründer und Chairman Jack McDonnell.

Obwohl ihn jüngste Brocade-Produktneuheiten, die Ankündigung von Cisco, in den SAN-Markt einzutreten, sowie die Angriffsstrategie von Network Appliance auf dem SAN-Sektor scheinbar kalt lassen, zögerte er doch sichtlich, eine verbindliche Roadmap oder auch nur eine ungefähre Stückzahl zu nennen, die innerhalb eines Jahres abgesetzt werden sollen. “Wir haben zu viele OEM-Verträge, um hierüber verbindliche Aussagen machen zu können”, windet sich der Gründer. Europa-Manager Georg Bartz verlässt sich auf Erreichtes: “McData hält allein in Deutschland laut IDC etwa 20 Prozent des Marktes – diese Stammkundschaft ist uns sicher.”