Symmetrix 6: EMC geht zurück in die Zukunft

EnterpriseNetzwerke

DMX erregt Aufmerksamkeit, aber…

Gerade erst hat der Speicherspezialist EMC eine neue Produktserie auf den Markt gebracht, da melden sich Analysten und Mitbewerber, um die Symmetrix-DMX-Reihe zu kommentieren und zu analysieren.

Doch bevor sich die Frage nach dem Für und Wider hinsichtlich der Funktionen der DMX-Serie stellt, sieht es für die Fachwelt so aus, als ob EMC wieder nach seinen Wurzeln sucht. Hatte sich der Hardware-Spezialist doch erst im vergangenen Jahr ein zweites Standbein im Software-Milieu zugelegt, so scheint es ihn nun zurück in bekannte Gefilde zu ziehen. Vielleicht trauen sich die Hardware-Experten nicht recht zu, wirklich ernsthaft als Software-Hersteller auftreten zu können.

Mit der Symmetrix 6 ist aber erstmals ein Hauch von Storage-on-Demand in den Highend-Bereich vorgedrungen. Freien und je nach Bedarf skalierbaren Speicherplatz will EMC anbieten, und das bis zu einer Kapazität von maximal 17,5 TByte. Darüber hinaus lockt die Symmetrix 6 mit Höchstleistungen bei der Performance und der Verfügbarkeit, wie silicon.de bereits berichtete.

Bei so viel Neuem bleiben Kritiker und Mitbewerber natürlich nicht ruhig. Da wird verglichen und beispielsweise stellt sich heraus, dass die DMX-Serie zwar größere Bandbreiten zur Verfügung stellen kann als Konkurrenzprodukte (64 Gbit/s gegenüber knapp 16 Gbit/s bei der Lightning 9900 V-Reihe von HDS), dafür wesentlich weniger Daten speichert. Hitachi Data Systems (HDS) hat bereits letzte Woche zum Sturm geblasen und Kapazitäten von bis zu 148 TByte ins Rennen geschickt.

Außerdem lässt EMC noch sogenannte Fibre-Connections (FICON) vermissen, eine Funktion, die HDS bereits integriert. FICON verbindet die Mainframe-Welt mit Speichergeräten und erlaubt höhere Geschwindigkeiten und größere Entfernungen im Vergleich zur früheren I/O-Technik Enterprise-Storage-Connection (ESCON), die von der Symmetrix 6 unterstützt wird. Im dritten Quartal will EMC seine Lösung aber entsprechend upgraden.

Experten vermuten bereits, dass auf Grund der noch fehlenden Technologie einige Kunden nicht auf die neue EMC-Serie migrieren werden, sondern auf die IBM-Lösung Shark. Denn IBM hat FICON seinerzeit entwickelt und seine Produkte entsprechend ausgestattet.