Siemens verpasst Surpass ein neues Herz

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Strategiewechsel unterm Mikroskop

Der Siemens-Bereich Information and Communication Networks (IC N) wird nicht müde, seine Softswitching-Strategie zu überholen. Ein neues Produkt, genannt Surpass hiE 9200, soll Netzbetreiber locken und eine Lücke in der hauseigenen Carrier-Grade IP-Konvergenzarchitektur schließen.

Da Surpass die Migration von den klassischen TDM-basierten Netzen hin zu IP-basierten Netzwerken ermöglichen soll, können Kunden mit dem neuen Softswitch nun auch ihre Dienste aus der TDM-Welt unverändert in die IP-Netze setzen, verspricht der Hersteller. Als erstes Mitglied der Surpass-Familie verfüge hiE 9200 über alle Leistungsmerkmale der TDM-Vermittlungstechnik EWSD und über die komplementären IP-Grundlagen.

Die Migration soll damit nicht nur technisch einfacher, sondern auch deutlich wirtschaftlicher durchzuführen sein als bisher. Eine neue Plattform, die als reiner IP-Softswitch für Overlay-Lösungen fungiert, stellt Siemens mit dem Produkt Surpass hiQ vor. Besonders sei diese für den nordamerikanischen Markt geeignet, wo hiQ 8000 anstatt hiE9200 eingeführt werden soll. Die für die E-Reihe benötigten Service-Unterstützungen seien schließlich im dortigen Netz nicht gegeben, weshalb die Alternativtechnik gebaut worden war.

Christof Wahl, President Siemens ICN Carrier Networks: “Surpass hiE bietet eine völlig neue Kombination von TDM- mit IP-Technik, die unseren Kunden, die ein reines TDM-Netz betreiben ebenso wie denen, die schon den Schritt Richtung IP gegangen sind, eine nie da gewesene Flexibilität bietet. Risikoloser und kostengünstiger kann man nicht migrieren, um an den Verdienstmöglichkeiten des Next Generation Network teil zu haben.”