Verlorener Patentstreit: Storage Computer bekommt die Schwindsucht

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Das letzte Ass steckt noch im Ärmel – wenn es eins ist …

Der Speichersystemhersteller Storage Computer muss bei einer seiner derzeit laufenden Patentrechtsklagen eine Niederlage einstecken: Ein britisches Gericht hat entschieden, dass die Klage gegen den Storage-Riesen Hitachi Data Systems wegen Verletzung des Patentrechts nicht gerechtfertigt sei. Nun prüft der kleinere Anbieter, ob das Urteil anfechtbar, beziehungsweise eine Berufung aussichtsreich sei.

Nachdem auf den Richterspruch hin die Aktie des Anbieters um mehr als drei Viertel eingebrochen war – und zwar auf den bisherigen Tiefststand seit dem Börsengang – befürchten US-Analysten, dass Storage Computer sich nicht mehr lange in der bekannten Form auf dem Markt halten könne.

CFO Peter Hood zu diesen Spekulationen: “Auf unsere bestehenden Kunden wird der Aktieneinbruch keinerlei Eindruck machen, aber wir könnten bei der Neukundengewinnung Probleme bekommen.”

Neben dem marktüblichen Konkurrenzkampf um die Gunst des Kunden verlässt sich das Unternehmen aber auch auf eine weitere Patentrechtsklage, wenn es darum geht, eventuell positive Nachrichten zu verbreiten. Vor einem texanischen Gericht müssen die Anwälte von Veritas Software nachweisen, dass der Speichersoftware-Hersteller kein technisches Eigentum von Storage Computer unter eigenem Namen vertreibt.