Die Zukunft holografischer Speicher rückt näher

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An der Aufnahme-Geschwindigkeit wird gedreht

Die Volkswagen-Stiftung reklamiert für sich, einen Durchbruch bei holografischen Speichermedien erzielt zu haben. Dabei geht es darum, Aufzeichnungszeiten im Millisekundenbereich zu ermöglichen. Jetzt gibt es ein viel versprechendes neues Trägermaterial, das CDs, DVDs und Festplatten ersetzen soll. Ein paar Tricks machen dieses dann auch richtig schnell.

Material und Verfahren haben die von der Stiftung geförderten Wissenschaftler Hans-Heinrich Hörhold, Professor an der Universität Jena, und Kees Hummelen, Professor an der Reichsuniversität Groningen in den Niederlanden, entwickelt.

Das zeitlich getaktete holografische Abbilden mit Hilfe von Lasern mit geringer Intensität erlaubt etwa das Aufzeichnen von Strukturen von streuenden Medien wie der Haut. Durch das “time grated holographic imaging” (TGHI) ist ein dreidimensionales Abbild mit einer seitlichen Auflösung von wenigen Mikrometern möglich.

Bisher dienten als reversible Speichermedien photorefraktive Polymerkomposite. Doch hiermit war lediglich eine Aufzeichnungsgeschwindigkeit im Sekunden- oder Minutenbereich machbar.

Das neue Material ist zwar ebenfalls durch die Erzeugung von Ladungsträgern begrenzt. Ein Vorbeleuchtungsverfahren, das eine gleichmäßige Verteilung dieser Ladungsträger im Medium bewirkt, bereitet den Schreibprozess optimal vor. Bei diesem, einer modulierten Beleuchtung, findet nur noch eine Umverteilung statt.

Mit diesem Trick und dem neuen Material, lässt sich auch bei geringer Laserintensität eine Videorate erzielen – also dreißig Bilder pro Sekunde.