Bei Mittelständlern steigt die Nachfrage nach gesicherten IP-Netzen

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VPN: Fehlende Akzeptanz contra geringe Kosten

Insbesondere kleine und mittelständische Firmen bringen den Markt für IP-basierte Virtual Private Networks (VPNs) in Schwung. Das stellte kürzlich das australische Telekommunikationsunternehmen Optus in einer eigenen Untersuchung fest.

Das Marktforschungsinstitut IDC definiert ein IP-VPN als ein partielles privates Netz, das über einen IP-Backbone organisiert wird. Dieses IP-Teilnetz ist gesichert und lässt den Zugang nur einer definierten Gruppe zu. Somit müssen sich die Nutzer authentifizieren und ihre Daten verschlüsseln. Außerdem müssen Übergänge zu Unternehmens-Sites beziehungsweise zu LANs möglich sein. Ob das Netz selbst verwaltet wird oder von einem Provider, ist unerheblich.

Darüber hinaus wagt IDC einen Ausblick bis ins Jahr 2006. Hiernach entwickelt sich IP-VPN zum Schlüsselfaktor, wenn es um Umsätze im Bereich Daten-Netzwerke geht. Das liege an einigen Vorteilen, die ein IP-basiertes gesichertes Netz biete. Dazu gehörten vor allem geringe Kosten für eine große Reichweite gesicherter Kommunikation.

Trotzdem stecken die meisten IP-VPN-Projekte noch in ihren Anfangsphasen. Zudem sei es schwierig, insbesondere die staatliche Verwaltung und große Firmen davon zu überzeugen, dass die IP-Technik mittlerweile Sicherheit garantieren könne, sagte Optus-Analyst Bill Leaky. Diese dächten die ganze Zeit über Sicherheit nach, testeten und holten ständig Versicherungen ein, dass die Technik tatsächlich fit genug sei.

Die Untersuchung der Australier fand 70 Unternehmen unterschiedlicher Größe, die über irgendwelche VPN-Installationen verfügen. Davon jedoch hat nur knapp die Hälfte das IP-Netz an remote Sites angeschlossen. Und 54 Prozent lassen nur bis zu 100 Personen in dem gesicherten IP-Netz arbeiten.

Der überwiegende Teil nutzt das VPN für remote Web-Zugriffe und Office-Anwendungen. Aber nur 69 Prozent des Firmen binden ihren Mail-Verkehr darin ein.