Content-Delivery bei der Telekom: Entlastung fürs produktive Firmennetz

EnterpriseNetzwerke

Multimedia On-Demand und in Echtzeit

Die Deutsche Telekom stellt sich dem Markt und der Konkurrenz: Mit einem neuen Hosting- und Content-Delivery-System will sich das Telekommunikationsunternehmen weiter als Application-Service-Provider (ASP) etablieren.

Die Dienstleistung “Media Distribution Caching Service” (MDCS) soll eine Komplettlösung sein, um Download-Angebote zu administrieren, zu hosten und zu transportieren. Und es ist eines der größten Installation seiner Art weltweit.

So zumindest proklamiert es der Technikleferant IBM. Die Lösung basiert auf IBM-Servern aus der Unix-basierten pSerie und Mainframe-Servern aus der zSerie. Softwareseitig und hauptsächlich zur Abrechnung der Buchungsdaten gedacht setzt IBM auf eigene Software von IBM Global Services. Der Kunde muss nur für solche Datenmengen bezahlen, die auch tatsächlich übertragen worden sind.

Über 3,5 Millionen Haushalte will die Telekom mit ihrem Angebot erreichen. Außerdem sollen Unternehmenskunden von MDCS profitieren, da digitale, große Multimediainhalte nicht mehr ausschließlich per Mail übermittelt werden müssen, was das produktive Netz stark be- oder gar überlasten kann. Vielmehr liefert der Service die Inhalte an jedes Gerät mit dem zusätzlichen Vorteil, dass der Content nach Bedarf und in Echtzeit abgerufen werden kann.

Abgelegt werden die Daten in lokalen Datenpools, die auf Produkten des Speicherherstellers Network Appliance basieren. Nach IBM-Angaben kann mit jeder Zugangstechnologie auf die Informationen zugegriffen werden und die Lösung erkennt die meisten Streaming-Protokolle. Voraussetzung für den MDCS-Dienst ist aber in jedem Fall ein DSL-Zugang.