Global Crossing: Pentagon blockt Investoren

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Nationale Sicherheit in Gefahr

Das US-Verteidigungsministerium will die Übernahme des angeschlagenen TK-Dienstleisters Global Crossing durch ein Unternehmen aus Singapur untersagen. Hintergrund der vorläufigen Stellungnahme sind Sicherheitsbedenken.

Konkret fürchtet der stellvertretende Verteidigungsminister Paul Wolfowitz, die Möglichkeiten zur Sprach- und Datenüberwachung im Inland könnten beeinträchtigt werden, sollte das 180.000 Kilometer lange Glasfasernetz in den Besitz von Singapore Technologies Telemedia (STT) übergehen. Im Zuge der verschärften Sicherheitsanforderungen zur Terrorismusabwehr in den Vereinigten Staaten wurden die Regelungen für das interministerielle ‘Committee on Foreign Investment’ (CFIUS) erschärft. Dort gelten Fragen der nationalen Sicherheit als wichtigste Richtschnur.

Ob das Pentagon tatsächlich von seinem Vetorecht Gebrauch machen wird, ist derzeit noch nicht klar. Global Crossing und STT bemühen sich nun schon seit rund anderthalb Jahren um eine Genehmigung der Übernahme. Ursprünglich war auch der Hutchison-Konzern aus Hong Kong an einer Global-Crossing-Beteiligung an der Seite von STT interessiert. Ein Kaufpreis von 250 Millionen Dollar war im Gespräch. Das aber lehnte das CFIUS rundweg ab: Wegen der engen Verbindung Hutchisons nach China fürchteten die Verantwortlichen politische und auch Wirtschafts-Spionage.