Wetterdienst vernetzt seine weißen Mess-Häuschen

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Besser vor Katastrophen warnen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) will seine Einrichtungen zur Messdatenerfassung besser miteinander vernetzen und damit die Vorhersagequalität verbessern. Dazu werden die Daten der 16 installierten Wetterradaranlagen in Deutschland mit denen der 1300 Niederschlags-Stationen verknüpft.

Damit soll es ab dem kommenden Jahr möglich sein, örtlich stärker differenzierte Prognosen in kürzeren Abständen zu treffen. Stündlich könnten dann neue Vorhersagen mit einer Auflösung von einem Quadratkilometer ausgegeben werden, sagte DWD-Präsident Udo Gärtner der Nachrichtenagentur Reuters.

Vor allem vor drohenden Überschwemmungen und anderen Unwetterkatastrophen könne dann schneller und gezielt gewarnt werden. Der DWD war nach den verheerenden Überschwemmungen an der Elbe im vergangenen Sommer heftig kritisiert worden, die Prognosen seien unzureichend und zu spät ausgegeben worden.

Der DWD verarbeitet im Regelbetrieb große Datenmengen in relativ kurzer Zeit und ist auch darauf angewiesen, verschiedene Berechnungsmodelle für die Vorhersage des Wettergeschehens durchzuspielen. Dadurch gehört der Dienst schon seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Abnehmern von wissenschaftlich ausgelegten Supercomputern.