Pentagon will IPv6 schneller als das Netz

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Sicherheit ist das Killer-Argument

Das US-Verteidigungsministerium will seine IT-Infrastruktur in den kommenden fünf Jahren vollständig auf das Internetprotokoll der Version 6 (IPv6) umstellen. Nach Angaben von IT-Chef John Stenbit lässt das Pentagon derzeit bereits in mehreren Projekten prüfen, wie das erweiterte Protokoll schon vor seiner Einführung im Web intern genutzt werden kann.

Als wichtigster Grund für eine weltweite Migration auf IPv6 gilt der zu enge Adressraum von IPv4, der nahezu ausgeschöpft ist. Für die amerikanischen Militärs, die an einer besseren Vernetzung im Rahmen ihrer Future Combat Systeme arbeiten, zählt gleichzeitig auch die höhere Absicherung des Datenverkehrs. Bisherige Sicherheitslösungen wurden auf IPv4 aufgesetzt, in IPv6 sind sie integraler Bestandteil des Protokolls.

Stenbit betonte gegenüber US-Medien, der größte Teil der Infrastruktur des Pentagon werde bereits 2005 das IPv6 verwenden. Die heute verfügbare Hardware sei ohnehin dual einsetzbar und übersetze die Datenströme in das jeweils andere Format.

Über die erwarteten Kosten will das Verteidigungsministerium derzeit noch wenig sagen. Alles in allem werde sich an der bisherigen Struktur der Ausgaben aber nicht viel ändern, heißt es.