E-Learning soll SARS-Verbreitung stoppen

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Schulen und Unis als “Infektionsherd”

Mit einer ungewöhnlichen IT-basierten Maßnahme wollen die Behörden in Hongkong der Verbreitung der Lungenkrankheit SARS entgegenwirken. Erste Schulen und Universitäten der Stadt sind geschlossen – der Unterricht soll nun per E-Learning stattfinden. Die Bildungseinrichtungen der Stadt werden hierbei von einigen Soft- und Hardwareherstellern unterstützt.

So hat sich beispielsweise das US-Unternehmen Macromedia engagiert und mit dem Flash Communication Server MX 1.5 den Aufbau einer virtuellen Lernumgebung mit Mehrkanal-Audio-, Video- und Echtzeit-Datenübertragung ermöglicht. So sollen die Schüler und Studenten von zu Hause die Technik nutzen und ihre Lerninhalte abrufen können. Eine “nahezu reibungslose Fortsetzung des Unterrichts” verspricht der Hersteller.

60 Schulen und die “Hongkong Baptist University” mit ihren 6500 Studenten gehören nun zu den Kunden des Unternehmens. “Die Studenten und Schüler müssen auf ihrem PC lediglich den Macromedia Flash-Player installieren, um an dem Programm teilzunehmen und ihre Professoren und Lehrer live auf dem Bildschirm zu erleben”, erläutert Alex Fung von der Universitätsverwaltung der Hongkong Baptist University. Die Lehrpläne und Lernmaterialien werden dazu vor der simultanen Live-Übertragung der Vorlesungen auf den Server geladen und stehen so jedem Teilnehmer zur Verfügung.

Seine Kollegen vom Lehrkörper freuen sich über den Nebeneffekt: Die neue Technik reduziere die Zeit bis zur Erstellung ihrer Unterrichtsmaterialien drastisch, da sich existierende Powerpoint-Präsentationen einfach konvertieren und in das “Virtual Integrated Teaching and Learning Environment” (VITLE) übertragen lassen, so Fung.

Er betont, es sei “nur dank der sofortigen Unterstützung durch Macromedia, Microsoft und andere Technologiefirmen, die Software, Infrastrukturlösungen und den notwendigen Support zur Verfügung stellen, in der aktuellen Krisensituation an eine Fortführung des Unterrichts in den geschlossenen Schulen und Universitäten zu denken”.