Internet-Nutzung: Europa hinkt weiter hinterher

EnterpriseNetzwerke

… und wird vielleicht nie das Niveau der USA erreichen

Am Vorsprung der USA in Sachen Vernetzung soll sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, wenn man einer Analyse von eMarketer glauben will. Momentan besitzen zwei Drittel aller US-Haushalte einen Internet-Zugang, in Westeuropa sind es nur 40 Prozent.

eMarketer analysierte zwei Studien von PricewaterhouseCoopers und von Wilkofsky Gruen Associates – mit ernüchternden Resultaten: Während die Penetration in den USA ungebrochen weiter geht, scheint sich das Wachstum in Westeuropa zu verlangsamen. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, werden bis 2006 über 80 Prozent der US-Haushalte vernetzt sein, in Westeuropa dagegen nur knapp über 50 Prozent.

Das bringt die Analysten von eMarketer dazu zu zweifeln, ob Europa je auch nur annähernd das Niveau der USA in Sachen Internet-Nutzung erreichen wird. Immerhin würden 83 Prozent derjenigen, die einen Internet-Zugang besitzen, mindestens einmal die Woche online gehen.

Weitere Erkenntnisse der Studie: Italiener haben bei weitem mehr Spaß an ihrem Handy als der Rest von Europa. Die Penetration in Italien liegt bei knapp 84 Prozent, während der europäische Durchschnitt auf etwa 44 Handys auf hundert Einwohner kommt. In Sachen Breitbandanschlüssen (DSL) liegen Holland und Schweden mit 11 Prozent Durchdringung vorn, gefolgt von Deutschland, Spanien und Großbritannien.