Sun-Chef: Einmal vorne, immer vorne

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“Im Moment sitzen wir auf der Strafbank”

Scott McNealy gibt sich kämpferisch. Der Sun-Chef glaubt fest an “seine” Firma und sieht Sun deshalb auch in kommenden Computergeneration vorne dabei.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters gab der Mitbegründer von Stanford University Network (Sun) Auskunft über die Zukunftspläne des Unternehmens. Er stellte vor allem die N1-Initiative und das Software-Paket Star-Office in den Vordergrund. N1 will alle Komponenten eines Rechenzentrums auf einer zentralen Verwaltungsschicht administrieren – und Star-Office soll als Alternative zu Microsoft Office elektronische Büroarbeiten erleichtern.

Natürlich haben auch das Betriebssystem Solaris und die Programmiersprache Java, die ebenfalls von Sun stammt, in McNealys Vorstellung eine Zukunft. Er sagt: “Wenn ich zurückschaue, waren wir allen anderen 20 Jahre voraus. Bei Java hinkten die anderen immer noch etwa 10 Jahre hinterher.”

Derzeit sieht Sun aber eher rot, denn der Umsatz geht zurück. “Wir sitzen momentan auf der Strafbank”, räumt McNealy ein. Aber das sei eben nur ein Phase, die im Zuge der schlechten Branchenstimmung jeder ertragen müsse. “Hewlett-Packard oder IBM müssen auch weiterhin mit einem sonnigen Konkurrenten rechnen.”