Datenklau bei Kreditkarten: Informationen verschleppt

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Geheimdienst tappt im Dunkeln

Nach wochenlangen Ermittlungen kommt in den USA jetzt endlich mehr Licht in den bisher größten Diebstahl von Kreditkarten-Datensätzen. Der Inlandsgeheimdienst Secret Service, sowie die Bundespolizei FBI haben jetzt bestätigt, dass im Zentrum ihrer Ermittlungen ein Dienstleistungsunternehmen in Omaha steht. Auf dessen Rechnern waren die Daten von rund 8 Millionen Kreditkarteninhabern abgelegt.

Die Firma Data Processors International (DPI) teilte ihrerseits mit, die betroffenen Kreditkartenunternehmen Visa, Mastercard, American Express und Discover seien umgehend informiert worden, nachdem man den virtuellen Einbruch festgestellt habe. Nach amerikanischen Medienberichten soll aber erst eine Untersuchung von Verbindungsprotokollen zu der IP-Adresse des Unternehmens geführt haben.

Und das soll schon Anfang Februar gewesen sein. Erste Berichte über den Datenklau tauchten demnach erst mit zwei Wochen Verspätung auf.

DPI wickelt die Zahlungen für Versandunternehmen ab, deren Rechnungen die US-Verbraucher in aller Regel mit ihrer Kreditkarte begleichen. Bisher liegen keinerlei Berichte über missbräuchliche Nutzung der Datensätze vor. Nur eine kleinere Bank an der amerikanischen Ostküste hat die Kreditkarten von knapp 9000 Kunden sperren lassen und neue Karten ausgegeben, um nicht autorisierte Abbuchungen zu verhindern.