Stuttgarter Forscher verbreitern Bandbreite

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DSL war mal …

Im Vergleich zum analogen Telefonanschluss ist die heutige DSL-Technik (Digital Subscriber Line) bereits ein bedeutender Fortschritt in Sachen Bandbreite – aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Im gemeinsamen Forschungsprojekt “Evolution des Zugangsnetzes” arbeiten Alcatel und die Universität Stuttgart an Lösungen der nächsten Generation von Anschlussnetzen für den Endkunden. Neue Dienste in hoher Qualität zu akzeptablem Preis ist das Ziel, heißt es aus Stuttgart.

So seien Forscher aus Industrie und Wissenschaft daran gegangen, an Breitbandzugängen mit einer Bitrate von 10 Mbit/s und wesentlich darüber zu arbeiten. Mit diesen auf der Internet-Technologie basierenden Zugangsnetzen sollen Haushalte künftig mehrere breitbandige Anwendungen gleichzeitig nutzen können – bislang schwer denkbar. Ziel des gemeinsamen Projektes ist jedoch nicht nur eine technisch ausgereifte und schnelle Lösung – sie muss zugleich auch wirtschaftlich tragfähig sein.

Wegen der Topologie der bestehenden Telekommunikationsnetze stellt sich dies als schwierig heraus, lassen die Forscher verlauten. Diese besitzen eine Baumstruktur, und je näher man sich zum Teilnehmer bewegt, desto mehr verzweigt sich das Netz.

Das Forscherteam von Alcatel und der Universität hat daher einen hybriden Ansatz entwickelt: Optische Übertragungstechnik mit Glasfaser soll bis zum Straßenverteiler installiert und verlegt werden. Ab dort sind es nur noch knapp 300 Meter bis zum Haushalt, also eine Strecke über die das Kupferkabel die hohe Bandbreite transportieren kann.