BMC kickt Flagschiff-Software aus dem Programm

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Keine Zukunft für den Patrol Storage Manager

“Das Unternehmen hat beschlossen, die Investitionen in den PSM zu kürzen”. So leitete der BMC-Sprecher Eric Krueger den Untergang der Speicherverwaltungs-Software Patrol Storage Manager ein. Die Produktlinie, bisher mit einer eigenen Abteilung versehen, geht in anderen Business Units auf, berichtet der US-Mediendienst Byte and Switch. Der Support für die Version 2.2 soll aber fortbestehen.

Nicht bestätigen konnte ein deutscher BMC-Sprecher gegenüber silicon.de allerdings das Gerücht, 80 Mitarbeiter müssten nun gehen oder sich innerhalb von 30 Tagen einen neuen Job im Unternehmen suchen. “Das ist nicht der Stil von BMC”, hieß aus der Ratinger Geschäftsstelle.

Nach Firmenangaben ist die Konkurrenz auf dem Storage-Management-Sektor zu groß, um PSM weiterhin gewinnbringend zu vermarkten. Die Produktlinie PSM galt bislang als Flagschiff des 1980 gegründeten Unternehmens in Sachen Storage-Management. Im Bereich Speicherkonsolidierung und -verwaltung in heterogenen Speicherumgebungen konnte BMC mit PSM gegen Wettbewerber wie Computer Associates oder IBM Tivoli bestehen.

Jetzt will sich das US-Unternehmen stärker auf den Mainview Storage Resource Manager konzentrieren. Die Lösung hat sich ganz dem System OS/390 verschrieben und liefert dort Funktionen wie Kapazitätsplanung oder Performance-Optimierung.

silicon meint: Storage-Management ist ein stark wachsender Markt, der noch Platz bietet für eine Reihe von Mitbewerbern. Da wundert es schon ein wenig, dass ein anerkanntes Software-Unternehmen eine Lösung nicht positionieren kann. Krueger meint denn auch selbst, dass der Bereich Storage ein wichtiger Markt sei für BMC. Eines der besten Pferde im Stall dann zu schlachten, wirkt da kontraproduktiv.