Storage-Management: You sexy Thing

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Fujitsu Softek über Speicherverwaltung und die Erziehung der Mitarbeiter

Unternehmen geben Unsummen für ihre IT aus. Der Anteil der Ausgaben für die Speicherumgebung wächst und wächst. Nach der Meinung von Chris James, dem europäischen Marketing Direktor bei Fujitsu Softek muss das nicht sein, wie er im Gespräch mit silicon.de sagte. Der kleine Anbieter von herstellerunabhängiger Speicher-Managementsoftware will sich auch in Deutschland an die noch unerreichbaren Branchengrößen Veritas und CA herantasten.

“Immer noch glauben Unternehmen, dass sie weitere Hardware brauchen, um ihre Datenflut sichern zu können”, leitete James das Problem ein. Sie wissen seiner Ansicht nach nicht, dass “so viele Reserven noch vorhanden sind, die brach liegen, weil sie irgendwann irgendeiner Applikation zugewiesen wurden, die nicht so viel Kapazität braucht”.

Was die Kunden stattdessen bräuchten, sei eine Management-Software, die ungenutzte Ressourcen finde und anderweitig verwende. Der Vorteil liege auf der Hand: “Die Firmen können so viel Geld sparen, weil sie ja schon alles haben, sie müssen es nur nutzen.”

IT-Manager davon zu überzeugen, wie wichtig die Verwaltungs-Tools sind, sei gar nicht so schwer, erläutert James die Frage, ob die Verantwortlichen die Software-Lösungen wirklich schon einsetzten. “In Zeiten knapper Kassen können sie nicht mehr einfach in die Chefetage marschieren und sagen: Ich brauche mehr Geld. Der CFO macht Druck, damit alles getan wird, um Mehrkosten zu vermeiden”, so James.

Da setze Fujitsu Softek mit einer ihrer Lösungen an, dem Storage-Manager. Er soll die Umgebung absuchen, ungenutzten Speicher aufspüren und entsprechend allokieren. Stück für Stück soll die Software in Zukunft die Prozesse automatisieren. James: “Der Administrator kann das bei der Fülle von Vorgängen nicht mehr schaffen.” Das machen aber auch bereits andere Softwareanbieter aus der Branche wie zum Beispiel das US-Unternehmen Legato.

Nach James’ Angaben könne die Fujitsu-Softek-Lösung allerdings als einzige ihrer Art durchgehend plattform- und herstellerunabhängig in der Speicherumgebung agieren. “Egal ob Mainframe, Unixderivate oder NT.” Dies bezeichnete er als Alleinstellungsmerkmal. Der Marketing-Chef behauptete gar, die entsprechenden Tools von Konkurrenten wie CA oder Veritas könnten sich nicht in heterogenen Umgebungen tummeln. “Eigentlich ist das keine Konkurrenz”, warf sich James in die Brust.

Die Zukunft der Lösungen liege darin, weitere Funktionen zu integrieren. “Wir wollen Quality-of-Service, Traffic- und Bandbreitenmanagement einbringen, genau so wie es im produktiven Netz bereits praktiziert wird.”

Interessant sei zudem eine Funktion, die sich Charge-Back nennt. Eine Abteilung bekommt eine bestimmte Menge Speicherplatz zugewiesen, die sie eigentlich nicht überschreiten darf. Tut sie es doch, muss sie zahlen.

Manchmal aber, so sagt er, braucht es keine Technologie, um Kosten zu sparen. Chris James: “Wir haben gute Ergebnisse mit folgender Methode beobachtet: Ein Memo an die Mitarbeiter weist diese darauf hin, dass eine Storage-Management-Software installiert wird, eben die von Softek – und die sehe alles – und zwar wirklich alles.” Plötzlich sei wie von Geisterhand wieder Speicherplatz verfügbar.