IBM lässt Home-PCs nach Pocken-Mittel forschen

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Petaflop-Rausch für einen guten Zweck

Zusammen mit mehreren Softwarepartnern hat IBM ein Projekt vorgestellt, das die freie Rechenkapazität von PCs in Büros oder von Heimanwendern für die medizinische Forschung nutzen soll. Ähnlich der Forschung nach Lebens-Signalen aus dem All, nach denen mit Seti@home geforscht wird, könnte die Applikation in Form eines Bildschirmschoners die Suche nach einem Medikament gegen die Pocken vorantreiben, hoffen die beteiligten Wissenschaftler.

Zwar gibt es seit Jahrzehnten wirksame Impfungen gegen die Pocken, erkrankte Menschen können bislang aber nicht behandelt werden. Unter dem Namen “Smallpox Research Grid” haben sich neben IBM und den Universitäten von Oxford und Essex weitere Forschungseinrichtungen zusammengefunden, um gemeinsam mit den Softwareunternehmen Accelrys, United Devices und Evotec OAI die Anwendung zu entwickeln.

Damit wird der Grid-Begriff von Big Blue noch einmal erweitert, weil damit auch sehr heterogene Rechnerverbünde bezeichnet werden. Die Initiatoren hoffen auf insgesamt 2 Millionen Teilnehmer weltweit. Sie könnten dann eine Rechenleistung von 1,1 Petaflops auf die Beine stellen, so die bisherigen Berechnungen.