Commworks macht Geld mit viel Kleinvieh

EnterpriseNetzwerke

Dienste unter Kontrolle gebracht

Die im Dezember 2000 gegründete Tochter des Netzwerkers 3Com, Commworks, will sich mit neuen Diensten als gewandelter Anbieter profilieren. Motto scheint zu sein, mit vielen kleinen Margen Geld zu verdienen. Die Produkte sind nun deutlich für den Service-Provider- und TK-Anbietermarkt so gruppiert, dass die Kunden Zusatzdienste tatsächlich anbieten können.

Dafür sorgen nach Aussage des neuen Vertriebsleiters für Deutschland, Thomas Knörr, neben offenen Schnittstellen und engeren Partnerschaften mit Unternehmen wie Alcatel und Lucent vor allem die logische Trennung der Netzwerk-Basis von den darauf aufbauenden Services. Das durch IP-Trunking bekannt gewordene Unternehmen nennt dies “die nächste Generation von IP-Services.”

“Wir wollen unseren Kunden helfen, die Frage, ob TDM-Ausbau oder IP-Aufbau praktisch zu lösen”, sagt er im Gespräch mit silicon.de. Die Soft-Switches von Commworks und die “IP Centrex”-Anlagen seien inzwischen “bei allen maßgeblichen TK-Unternehmen” im Einsatz. Verschlossen bleiben allerdings immer noch die Türen der Deutschen Telekom, die in nahezu allen TK-Fragen in Siemens ihren Partner hat.

Spannend, so Knörr, seien aber die brandneuen Artikel, die unmittelbaren Nutzen für die Kundenunternehmen aus dem TK-Bereich versprächen: Unified Messaging, Tele-Gaming oder der Einsatz von Soft-Switches zur Authentifizierung und Tarifierung von Pre- und Post-Paid Calling Cards.

Damit bezeichnet er beim Carrier eingesetzte Karten, die beispielsweise über Spracherkennung Dienste an die Endkunden weitergeben und voll steuerbar sind – vom Carrier wie auch vom Endkunden. Er sieht in diesem Bereich “eine Welt voller Möglichkeiten”.

Die sieben Haupttrends sind für Commworks in den nächsten Jahren: IP Centrex-Dienste, personalisierte Kommunikationsdienste, ein Ende der Abrechnung im Minutentakt, Zunahme des VoIP-Verkehrs, Wachsen des Bereichs vom Netz unabhängiger horizontaler Dienste und natürlich mobile Übertragungswege. Vor allem den letzten Hoffnungsschimmer sieht neben der 3Com-Tochter auch die gesamte IT/TK-Branche.