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HP kommt mit neuen Produkten und Dienstleistungen

Das bisher größte Storage Area Network (SAN) will Hewlett-Packard (HP) mit seinen Partnern auf seiner Hausmesse Ensa@Work gebaut haben. Noch dazu sei kein funktionierendes SAN bisher so heterogen gewesen wie dieses Netzwerk, wirbt HP. Das SAN verbindet Speichermedien aller Art miteinander und kann mehr als 1000 Fibre-Channel-Ports vorweisen.

Vor allem aber rührt der Konzern gerade verstärkt die Werbetrommel für netzwerkbasierte Speicher-Virtualisierung. Dafür hat der Hersteller jetzt die Grundzüge einer Architektur vorgelegt, die zum einen die Switches intelligenter und damit das gesamte System schneller machen soll. Zum anderen geht es darum, auch heterogene Speicherumgebungen einfacher handhabbar zu machen, sowie die Auslastung bestehender Kapazitäten zu erhöhen.

Kern der neuen HP-Anstrengungen sind die Management-Software Versa-Stor und Casa, kurz für Continuous Access Storage Appliance. Die kontinuierliche Erstellung von Back-ups und die Migration von Datenbeständen soll dadurch deutlich vereinfacht werden.

Neben Hard- und Software im Speicherumfeld hat HP in Amsterdam aber auch eine Ausweitung seiner ‘Storage-on-Demand’-Angebote angekündigt. Anschaulicher wird das ganze Unterfangen mit den ersten Referenzkunden.

So habe etwa der Automobilbauer BMW vor kurzem seinen Speicherbedarf für das Jahr 2006 auf 250 Terabyte beziffert. Da sei dann die Entscheidung gefallen, “nicht mehr Speicher zu betreiben, sondern sie zu nutzen”, erläutert Fiorina. Die Kostenersparnis belaufe sich auch durch die effizientere Auslastung der bereitgestellten Ressourcen bereits auf 20 Prozent.

Ähnliche Projekte sind bereits bei der französischen Einzelhandelskette Carrefour, beim Formel-Eins-Rennstall Williams und beim Pharmaziehersteller Schering abgeschlossen. Für den norwegischen Telco Telenor schließlich wurden 4500 Server an 160 Standorten konsolidiert. Jetzt sind es nur noch drei Datencenter in ganz Norwegen – mit ähnlich drastischen Kostensenkungen.