Start-up bringt NAS wieder ins Gespräch

EnterpriseNetzwerke

Neues Konzept soll SANs Konkurrenz machen

Die NAS-Box hat von einem amerikanischer Start-up namens Z-Force eine neue Aufgabe bekommen. Sie soll in einem Verbund mit vielen weiteren Network-Attached-Storage-Geräten unbegrenzten, weil skalierbaren und schnell abrufbaren Speicherplatz zur Verfügung stellen.

Dafür hat Z-Force einen File Switch entwickelt, der vor den NAS-Verbund platziert wird und Anfragen von Anwendern an die Speicherkomponenten weiter gibt. Für den Anwender selbst stellt sich der auf viele Geräte verteilte Speicherplatz als ein einziger Pool dar.

Ähnlich einem Festplatten-Verbund (RAID) sollen die Daten im NAS-Array abgelegt werden. So will der Start-up ein Speichersubsystem schaffen, das mit der dedizierten Speicherumgebung eines Storage Area Networks (SAN) konkurrieren könnte.

Zusammen mit Dell, Iomega, Quantum und X-Store hat Z-Force das Konzept bereits demonstriert. Welche Chancen der File Switch allerdings auf dem Markt hat, ist noch ungewiss. Möglicherweise kommt dem Anwender ein NAS-Array günstiger als eine SAN-Umgebung, die mit SCSI- oder Fibre-Channel-Platten gespickt ist. Vermutlich geht bei vielen Anfragen aber die Performance in die Knie, weil alle Anfragen weiter über das lokale Netz laufen, auch Gigabit-Ethernet weiter auf dem Vormarsch ist.

Ein großes Problem wird auch die Rücksicherung der verteilten Daten auf den NAS-Geräten sein. Im SAN werden die Backups wiederum in der Speicherumgebung gefahren, so dass die Backup-Zeiten eine geringere Rolle spielen, weil das produktive Netz nicht belastet wird.