Europas Satellitenhersteller zittern sich enger zusammen

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… und draus bist du

Um von der übermächtigen Konkurrenz aus den USA nicht an die Wand gespielt zu werden, sind die europäischen Satelliten-Herstellerfirmen nunmehr auf einen alten Trick verfallen: Sie rücken enger zusammen. Sogar Fusionsgespräche sollen die drei Großen Astrium, Alenia und Alcatel nun schon führen, um die leeren Auftragsbücher irgendwie zu kompensieren.

Mit mittlerweile 250 um die Erde kreisenden Trabanten sei der Markt vollauf gesättigt, bis eine radikal neue Generation in der Technik, oder eklatante Ausfälle neue Produktionen nötig machten, heißt es bei den Unternehmen.

Dabei geben die EADS-geführten Hersteller von Astrium mittlerweile offen zu, dass es ihrer zu viele gibt. Vor allem mit der französischen Alcatel-Sparte sollen bereits des öfteren Gespräche angegangen worden sein. Dabei hat bislang nach Angaben der FT immer die letztendlich deutsch geführte EADS den Anfang gemacht. Die Italiener gelten für beide Marktführer auf dem alten Kontinent als Leckerbissen.

Weltweit gibt es derzeit genügend Hersteller um etwa 50 Konstruktions- und Bauaufträge im Jahr abzuwickeln. Da aber in den letzten beiden Jahren die Stückzahl, die weltweit bestellt wurde, peu à peu auf nur 6 in diesem Jahr fiel, ziehen sich manche Produktionshallen langsam mit Spinnweben zu.