Corning bläst weiter Trübsal

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TK-Branche zittert vor weiteren Lawinen

Corning, marktführender US-Hersteller von Glasfaserkabeln und Komponenten für optische Netze, muss im vierten Quartal zusätzliche Sonderbelastungen von 800 bis 825 Millionen US-Dollar verbuchen. Das sagte Finanzchef James B. Flaws.

Des weiteren werde es bis 2004 “kein nennenswertes Wachstum im TK-Bereich geben”. Die zusätzlichen Belastungen seien diesem pessimistischen Ausblick nur angemessen. Bislang war die Branche recht optimistisch gewesen, dass sich der Telekommunikations- und Carrier-Bereich im kommenden Jahr zügig erholen könne.

Aber man rechne doch damit, dass sich auf lange Sicht die Lage verbessere, da die Nachfrage nach Bandbreite weiterhin wachse, meinte Flaws. Dies werde die vorhandenen Überkapazitäten irgendwann aufbrauchen. Und wenn die Regierungen ihre Politik änderten, sich die Industrie weiter konsolidiere und neue Breitband-Anwendungen eingeführt würden, könnte die Erholung auch schneller eintreten.

Zumindest die Hoffnung auf weitere Konsolidierung scheint nicht unangebracht. Bei Corning gibt es dies zuhauf: Stellenabbau und Werkschließungen, auch die neuen Fabriken aus dem vergangenen Jahr scheinen gefährdet. Auch an der Übernahme-Front tut sich etwas: so kürzlich beim Aufkauf der wertvollsten Unternehmensteile des Carriers Genuity durch Level 3.