Wachwechsel bei LTO: Kunden profitieren von neuer Preisschlacht

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Mit Hochdruck vor die DLT-Konkurrenz gesetzt

Nach den Erfolgen von SDLT auf dem Markt für Bandspeichertechnik haben sich die Väter der rivalisierenden Technik Linear Tape Open (LTO) mit der neuen Runde im Schlagabtausch beeilt: Nur wenige Monate nach Veröffentlichung der ersten Großaufträge für SDLT haben die Entwicklerunternehmen Seagate, HP und IBM eine ganze reihe von Produkten angekündigt, die die Speichereigenschaften der Konkurrenztechnik wieder in den Schatten stellen sollen.

Dabei handelt es sich um das HP-Bandlaufwerk Ultrium 460, das nach Herstellerangaben die vorhergehenden Generationen sowohl beschreiben, als auch auslesen kann und eine Speicherkapazität von maximal 200 GByte je Cartridge mitbringt. HP wirbt mit Transferraten von bis zu 60 MByte/s.

IBM hat für eine ganze Reihe von LTO2-Produkten die Testkriterien absolviert und die Auslieferung an ausgewählte OEM-Partner bereits begonnen. Allein auf die Pläne des Dritten im Bunde, des Storagekonzerns Seagate, wartet die Fachwelt noch.

Sie rechnet einstweilen fest damit, dass der alte Streit zwischen LTO-Technik und DLT-Vater Quantum neu aufflammen werde. Doch wo diese zwei Lager sich streiten, freut sich der Dritte – und das ist nach einhelliger Meinung der Kunde, also nahezu jedes Unternehmen, das seine Daten überhaupt sichert. Sehen die Analysten doch auch für LTO2 und SDLT ähnliche Preisschlachten heraufdämmern wie für die jeweils vorangegangene Technik. Da sich die Produkte technisch nicht viel nehmen, wiegt der Preis schwer.