Comdex: NAS und SAN wollen Bandspeicher strangulieren

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“Zum alten Eisen!”, schreien die CIOs

Glaubt man den Speichermanagern, die auf der Herbstmesse Comdex in Las Vegas das Wort ergreifen, so landen Bandspeicherbibliotheken bald allerorten auf dem Müll. Immer mehr Unternehmen, so führte beispielsweise S. W. Worth als Marketingleiter von Crossroads und gleichzeitig Schulungsleiter bei der Snia an, würden Bänder mit Netzwerkspeichertechniken ersetzen.

“Wer einmal anfängt mit der Netzwerkspeichertechnik zu arbeiten, steigt in den seltensten Fällen wieder um auf Tape. Andererseits haben bislang nur diejenigen Nutzer auf die Technik verzichtet, die Angst vor den Kosten hatten”, lautet sein Credo.

Mit der Standardisierung der netzwerkbasierten Speicherung und Verwaltung von Daten durch Gremien wie die Snia würden Network Attached Storage (NAS) und Storage Attached Networking (SAN) im kommenden Jahr jeden Winkel erobern, ist er sich sicher.

Vorsichtige Techniker jeden Alters sprechen aber gerade nach den Erfahrungen des 11. September davon, dass Bandspeicher im Bereich Disaster Recovery unschätzbare Vorteile mitbrächten.

Für physisch gesicherte Daten, die redundant ortsfern gelagert werden, seien die Bänder unersetzbar, heißt es seit Monaten immer wieder beim LTO-Gremium (Linear Tape Open). Auch die Väter von Digital Linear Tape und Super DLT, Quantum, schwören selbstverständlich darauf, dass die netzwerkgebundenen Storage-Architekturen die seit den 50er Jahren bekannte Technik nur streckenweise ersetzen könne.