Verwirrende Vielfalt: EDS-Manager kritisiert Speicherwelt

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Da sieht der Kunde vor lauter Wald die Bäume nicht

Mit beherzter Kritik geht EDS-Manager Alan Shockley, bei dem Dienstleister zuständig für Storage Capability Engineering, gegen die Speichernetzwerkbranche vor. Sie biete zwar viel an, verwirre aber den Kunden oft durch diese Lösungsvielfalt und sich überschneidende Produktwelten, sagte er gegenüber dem US-Medium SNW online.

Die Kunden, so Shockley, wüssten all die angepriesenen Vorteile und Systeme derzeit nicht einzuordnen. Seiner Ansicht nach ist das der Grund dafür, dass die relativ stabile Finanzsituation der meisten Anbieter aus dem Speichernetzwerkumfeld sich noch nicht auf die gesamte Branche ausgewirkt habe. Nach Meinung des Directors könne der genannte Bereich durchaus der gesamten IT-Branche einen kräftigen Schub verleihen.

Als wichtigsten Aspekt für eine wachsende Kundenakzeptanz nannte er die Vereinheitlichung der Speichermanagement-Standards. Zwar ließ er diesbezüglich angeschobene Ansätze wie die von EMC mit Widesky, die der SNIA selbst mit ihrer Bluefin-basierten Initiative oder die API-Zusammenarbeit von IBM und HP, durchaus gelten.

Allerdings müsse noch viel mehr getan werden, um die Entwicklungsmöglichkeiten “von den Powerpoint-Präsentationen der Hersteller” in die reale IT-Welt zu holen. Shockley urteilt: “Das Bild, das die Industrie mit ihren Lösungen im Moment abgibt, ist doch etwas wirr.”

Die Hersteller dürften eben nicht vergessen, dass die aktuellen Ansätze sich lediglich auf einzelnen Produktebenen bewegten und von einer durchgehenden Verwaltung noch weit entfernt seien. Am Ende dieser Entwicklung steht für ihn sogar der ferne Traum von einer Anbindung der Business-Software. “Storage Management muss sich in das Systemmanagement integrieren lassen und Teil der Gesamtlösung sein – das beinhaltet auch Geschäftsanwendungen wie Billing, Procurement, Handel, Versorgung und Logistik, sowie Reporting- und Monitoring-Tools.”