SNIA beschäftigt sich eilig mit SAN-Sicherheitsfragen

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Mit Standardisierung allein ist es nicht getan

Die Industrievereinigung für die Speicherbranche, Storage Networking Industry Association (SNIA), will Sicherheitsfragen in den standardisierten Storage Area Networks (SAN) verbindlich für Hersteller und Kunden geklärt haben, bevor sich die vernetzten Speicherwelten so richtig ausbreiten. Dazu hat das Gremium nun die eigenen Fachleute in der Arbeitsgruppe für Storage Security verpflichtet.

Mike Alvaro, hauptberuflich Manager bei dem US-Speicherunternehmen Neoscale und Vorsitzender der genannten Arbeitsgruppe, hat folgende Themen im Blick: “Zunächst einmal ist Storage über IP ein Knackpunkt, da Netzwerke, die mit diesem Protokoll laufen, grundsätzlich mit Misstrauen zu prüfen sind und als unsicher betrachtet werden.”

Zum Zweiten würden die dabei verwendeten Near-Line-Applikationen ein Sicherheitsrisiko bergen. Storage würde nur per Fernzugriff funktionieren. “Außerdem ist das SAN bei Speicherkonsolidierungen nicht so beliebt bei den IT-Managern, sie halten ihre Daten lieber getrennt und unter besonderer Kontrolle, müssen sie aber in einem solchen Fall mit anderen zusammenlegen”, gibt Alvaro zu bedenken.

Dafür, dass Sicherheitstechnik zukünftig gleich in die Architektur eines SAN-Systems integriert wird, will er mit der SNIA-Arbeitsgruppe nun sorgen.