Bisher schwerster Angriff auf Domain-Name-Server

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War das der Schuss vor den Bug?

Die weltweit 13 Domain-Name-Server (DNS), das informationelle Rückgrat des Internet, waren in der vergangenen Nacht dem bisher größten Denial-of-Service-Angriff ausgesetzt (DOS). In der Zeit zwischen 22 und 23 Uhr deutscher Zeit waren zwei Server außer Gefecht gesetzt. Sieben weitere, die von US-Regierungsbehörden, Universitäten und Unternehmen betrieben werden, konnten Anfragen vorübergehend nur mit Verzögerung beantworten.

Nachdem die gezielten Massenanfragen, die die Systeme zum Absturz bringen sollten, registriert wurden, seien Gegenmaßnahmen eingeleitet worden, hieß es beim Internetdienstleister Verisign. Zwar sind verteilte DOS-Angriffe gegen DNS-Server keine Seltenheit. Die Experten sind allerdings überrascht, dass die Attacke parallel auf alle 13 Systeme und mit einem enorm hohen Datenvolumen laufen konnte.

Über die Herkunft der Attacke gibt es momentan keine Informationen. Man kümmere sich darum, hieß es beim National Infrastructure Protection Center der Bundespolizei FBI. Außerdem seien das Heimatschutzministerium sowie der Infrastruktur-Stab des Weißen Hauses eingeschaltet worden, heißt es.