Microsoft schmiedet Initiative zum Urheberrechtsschutz

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Wer hat die Daten, kennt die Namen …?

Wichtige Player der IT-Industrie wollen unter der Führung von Microsoft den Schutz von Urheberrechten vorantreiben. Dabei sollen vor allem die auf einem Rechner hinterlegten Daten bei unerlaubtem Zugriff vor Manipulationen geschützt werden.

Damit verschiebt sich aber nach Ansicht von Kritikern die Achse bezüglich des Datenschutzes von den Anwendern zur Industrie, weil die Kontrolle stärker bei den IT-Unternehmen liege. Die an der Initiative beteiligten Unternehmen weisen dies weit von sich und nennen die technischen Möglichkeiten als stärkstes Argument für ihr Vorhaben.

Die bislang 200 Unternehmen, darunter der Chiphersteller Intel und zahlreiche Software- sowie Security-Unternehmen, wollen einerseits Hackern das Handwerk legen. Andererseits soll aber auch das unautorisierte Verändern von Daten erschwert oder notfalls die Widerherstellung von Datenbeständen erleichtert werden. Das sei der Beitrag der Industrie zur Eindämmung des Abenteurertums im E?Commerce, heißt es.

Und genau wegen der letzteren Möglichkeit der Industrie, Datenbestände im Bedarfsfall bereitzustellen, stoßen die Initiatoren, allen voran Microsoft, auf eine Protestwelle. Was Microsoft mit Passport nicht gelungen sei, so heißt es, versuchte das Unternehmen nun über die Interessen am Schutz von Urheberrechten zu erreichen. Wissenschaftler, Anwälte und IT-Profis haben bereits Widerstand angekündigt.