Spamming-Terror durch W-Lan-Löcher

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Im Vorbeifahren werden Massen-Mails abgesetzt

Wireless Lans (Local Area Networks) gelten trotz zahlreicher Mahnungen und verbesserter Standards weiterhin als unsicher. Aktuellstes Beispiel liefern mehrere US-amerikanische Medienberichte, wonach immer mehr Unternehmensnetzwerke nicht nur gehackt, sondern über die drahtlose Verbindung von außen als Spam-Versender missbraucht werden.

“Hacker loggen sich einfach aus dem Auto auf ein ungeschütztes W-Lan ein, warnt der Security-Experte Adrian Wright. Sie könnten dann beispielsweise 10 Millionen pornografische Mails durch ein ungeschütztes SMTP-Protokoll über einen Unternehmensserver versenden und einfach weiterfahren,” erklärte Wright auf einer internationalen Sicherheitskonferenz in London.

Dabei spielt der Kostenfaktor tatsächlich eine Rolle, denn der Versand von Mails an einen derart großen Verteiler erfordert eine entsprechend leistungsfähige Infrastruktur, die sich die einschlägigen Dienstleister durchaus bezahlen lassen. Den Beobachtern zufolge erweist es sich als äußerst schwierig, die Spuren des Verursachers zu verfolgen. Laut Wright sind 60 bis 80 Prozent der Wireless-Netzwerke unzureichend abgesichert.