Bund startet IT-Sicherheitssystem

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Vorbild USA

Mit einem Netzwerk von Notfallzentralen will die Bundesregierung künftig die Informations- und Kommunikationsnetzwerke in Deutschland besser sichern. Ein Verbund von Computernotfallteams werde am Wochenende erstmals seine Arbeit aufnehmen, teilte das Bundesinnenministerium mit. Deutschland verfüge damit über ein weltweit einzigartiges Frühwarnsystem bei IT-Störfällen oder terroristischen Anschlägen, hieß es.

“Zu den wichtigsten Nervensträngen moderner Gesellschaften gehören die Informations- und Kommunikationsnetzwerke eines Landes”, sagte Innenminister Otto Schily. Die Ereignisse des 11. September 2001 hätten gezeigt, dass terroristische Anschläge sich gegen die Nervenzentren der modernen Zivilisation richten könnten.

Insgesamt fünf CERTs (Computer Emergency Response Teams) aus Wirtschaft und Forschung sollen künftig mit der “Internet-Feuerwehr” des Bundes zusammen arbeiten. Mit dem Verbund soll die Reaktionsfähigkeit bei IT-Störfällen deutlich erhöht werden.

Die einzelnen Teams sollen als Anlaufstelle zur Lösungen von Problemen der Rechner und Netzsicherheit dienen. Darüber hinaus beantworten sie Sicherheitsfragen und warnen vor Schwachstellen in Produkten.

Bei einem eingetretenen Schaden helfen sie, einen schnellen Wiederanlauf der Systeme sicherzustellen. Gründer des CERT-Verbundes sind das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die Deutsche Telekom, das Informatikzentrum der Sparkassenorganisation, das Deutsche Forschungsnetz sowie die Technologieunternehmen IBM und Siemens.

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