Tastatur-Schnüffler drohen drakonische Strafen

EnterpriseSicherheit

Missbrauch scheint kinderleicht

In den USA ist ein 21 Jahre alter Student festgenommen worden, weil er an einem Bostoner College auf mehr als 100 PCs so genannte Key-Logger installiert hat. Mit den so erschnüffelten Daten der Tastatureingaben konnte er sich Zugang zur zentralen Datenbank der Schule verschaffen, in der persönliche Angaben zu Studenten, Lehrkräften und Angestellten abgelegt sind.

Allerdings sei damit kein Missbrauch betrieben worden, teilte die Schule mit. Es sei aber immerhin ein Schaden von rund 2000 Dollar entstanden, weil der Student Geldbeträge von elektronischen Mensa-Karten auf sein eigenes Guthabenkonto übertrug.

Allerdings könnte der 21jährige der erste Hacker sein, der wegen eines Key-Loggers vor Gericht gestellt und verurteilt werden könnte. Rechtsexperten rechnen mit einer Bewährungsstrafe. Das US-Strafrecht sieht für die fraglichen Tatbestände allerdings Höchststrafen von bis zu 20 Jahren Haft vor.