Wirbel um Slammer? Klez nicht vergessen!

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Würmer drängen Viren in den Hintergrund

Der russische IT-Sicherheitsspezialist Kasperky Labs sieht in seiner Januar-Übersicht der digitalen Schädlinge die Wurm-Malware auf dem Vormarsch. Noch im Dezember habe sich ein gegenläufiger Trend abgezeichnet, heißt es aus Moskau.

Der Slammer-Wurm taucht in den aktuellen Top-20 gar nicht auf, weil er nur SQL-Server von Microsoft befällt und die Zahl der infizierten Systeme damit begrenzt ist. Slammer war vor zehn Tagen ausgebrochen und brachte zahlreiche Unternehmen in Schwierigkeiten.

Äußerst virulent ist derzeit der Helkern-Wurm, der sich auf jedem zweiten befallenen System weltweit wiederfinden könnte, vermuten die Experten. Sicher ist das allerdings nicht, weil die gängigen Überwachungssysteme hier bisher versagt haben und Unternehmen einen Befall in der Regel nicht publik machen.

Offiziell auf Platz eins steht deshalb immer noch der Klez-Wurm in seinen verschiedenen Mutationen. Er ist für 16,7 Prozent aller digitalen Verseuchungen verantwortlich. Danach folgen Lentin mit 8,8 Prozent, Sobig und Avron mit jeweils 6,6 Prozent sowie das Makro-Virus Thus mit 5,2 Prozent.

Mehr als ein Drittel aller Virenbefälle wird allerdings von Viren und Würmern verursacht, die eine weltweite Verbreitung von weniger als 0,6 Prozent erreichen. Würmer – also korrupter Code, der sich über Mail, Web Services und Instant Messenging verbreitet – machen inzwischen 77 Prozent aller IT-Verseuchung aus.

Viren sind nur noch mit 16 Prozent vertreten, die meisten davon sind Mako-Viren. An dritter Stelle stehen Trojaner mit einem Anteil von 6,4 Prozent.