Digitales Wasserzeichen stoppt “digitale Sender-Piraten”

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Das gläserne Radio kommt

Auch vor Hörfunksendungen macht das Digital Rights Management (DRM) nicht halt. Forscher der Fraunhofer-Institute IPSI aus Darmstadt und IIS, Erlangen, haben gezeigt, dass sich Radioübertragungen zuverlässig, live und ohne größeren Aufwand mit ‘digitalen Wasserzeichen’ signieren lassen.

Ein Feldversuch der beiden Institute mit dem Darmstädter Lokalradio ‘Radar’ habe diesen Nachweis erbracht, heißt es aus Erlangen. Zu sehen ist das Verfahren auf der CeBIT Mitte März.

Die digitalen Wasserzeichen werden im digitalen Broadcast ‘on the fly’ in die Audiodaten eingebettet und lassen sich wieder auslesen, “ohne dass die Tonqualität hörbar leidet”. Sie verhinderten zwar keine Raubkopien, erschwerten aber deren kommerzielle Verwertung.

Für das Projekt wurde ein vorproduziertes Programm von einer Stunde mit Wasserzeichenverfahren unterschiedlicher Stärke markiert. Die Übertragung wurde an verschiedenen Stellen aufgezeichnet. Das Ergebnis fiel deutlich aus: Ein Grossteil der Wasserzeichen konnte wieder ausgelesen werden. Bei entsprechend stark eingebetteten Wasserzeichen lag die Erfolgsquote bei 100 Prozent.

Industrie und Verwertungsgesellschaften sind potenzielle Kunden und sollen so digitale “Piratensender oder auf Laptops illegal eingerichtete Radiosignale verhindern” und der Werbewirtschaft Monitoring-Werkzeuge an die Hand geben.