Extremsport Online-Banking: Finanzer zu leichtfertig

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Leck im Netz

Äußerst fahrlässig werden vertrauliche Daten von zu vielen Finanzdienstleistern im Internet behandelt – das besagt zumindest eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Mummert Consulting.

Von 200 befragten Finanzdienstleistern gewährten demnach nur 54 Prozent überhaupt einen Einblick in ihre Sicherheitstechniken. Bei zwei von fünf untersuchten Auftritten fanden die Studienautoren mangelnde Sicherheitsvorkehrungen oder schlechthin gar keinen Schutz, auch wenn eine Verschlüsselungen der Daten versprochen worden war. Die streng geheimen Daten der Kunden brausen somit weithin ungesichert durch das World Wide Web.

Online-Banking wird meist mit drei unterschiedlichen Verfahren angeboten: Ein Drittel der Banken und Versicherungen nutzen das Pin/Tan-Verfahren – eine der ältesten aber immer noch eine sichere Methode. Etwas neuer ist das „Home Banking Interface“-Verfahren(HBCI) – die Sicherheit durch Einlesen der Karte und Eingabe von Pin wird von 15 Prozent genutzt. Die neueste Sicherheitsvorrichtung ist die digitale Signatur. Diese wird allerdings bislang nur von 2 Prozent der Finanzinstitute verwendet.

Nach Mummert Consulting werde erst eine Ausweitung der EU-Fernabsatzrichtlinien hin zur Rechtsgültigkeit der digitalen Signatur einen Mehrwert für die neuen Systeme bringen.