Rumsfeld will den Online-Hahn zudrehen

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Ohne Internet war regieren und Krieg führen leichter …

Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld befürchtet, dass die Mitarbeiter seines Ministeriums zu viele sensible Informationen auf ihre Websites stellen. Dabei handele es sich zwar nicht um Verschlusssachen, schreibt Rumsfeld in einer Mitteilung an alle Einheiten, aber dennoch könnten Terroristen wichtige Informationen daraus beziehen.

Zwar gibt es seit 1998 strikte Richtlinien für die Webmaster im Dienst des Department of Defense, die der Regierung nach den Anschlägen von 2001 und kurz vor einem drohenden Irak-Krieg aber nicht mehr ausreichend erscheinen. Rumsfeld zitierte aus einem Handbuch der Al-Quaida: Darin heißt es, viele öffentlich zugängliche Quellen des Feindes könnten genutzt werden, ohne illegale Methoden anzuwenden. Damit könnten 80 Prozent aller notwendigen Informationen für Anschläge gewonnen werden, heißt es weiter.

Allerdings regt sich in den USA jetzt auch Widerstand gegen die weitere Beschränkung von Informationen aus dem Verteidigungsapparat. Die Vereinigung der amerikanischen Wissenschaftler warnt davor, die demokratische Kontrolle der Regierung werde geschwächt, wenn die Öffentlichkeit auf Informationen verzichte.