Viren 2003: Da ist der Wurm drin

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E-Mail und Instant Messanger sind die Wirte

Das Jahr 2003 gehört, zumindest was Viren angeht, dem Wurm. Graham Cluley, Senior Technology Consultant beim Anti-Viren-Hersteller Sophos ist davon überzeugt, dass sich Virus-Entwickler hauptsächlich daran machen, neue Windows-Würmer zu entwerfen als andere Angriffe auf fremde Computersysteme.

Denn die verbreiten sich eigenständig via Mail oder Instant Messaging Systeme und haben daher wesentlich größere Auswirkungen, wird Cluley bei Reuters zitiert. Auch AOL und Yahoo mit ihren Messaging-Systemen müssten sich gerade gegen diese Virenform wappnen.

Neben dem Wurm warnen die Sicherheitsexperten zudem vor sogenannten Trojanern, die sich durch die Hintertür ins System einklinken. Diese Trojaner überwinden Sicherheitshindernisse, so dass Hacker beispielsweise Remote-Access-Tools im gekaperten Rechner platzieren und das System fernsteuern können. Der Anwender verliert die Kontrolle über seinen PC.

Im Dezember vergangenen Jahres beispielsweise hat der Trojaner Tubmo für große Probleme bei Anwendern gesorgt. Er nimmt Änderungen an Web-Browsern vor und leitet diese auf bestimmte Websites und Portale, heißt es auf der deutschen Webseite von Sophos.

Trotz des beängstigenden Szenarios rechnet der Hersteller von Anti-Viren-Software mit keinem weiteren Anstieg neuer Viren in diesem Jahr. Zwischen 600 und 700 neue Angriffe monatlich verzeichnete der Hersteller 2002. “Dabei wird es bleiben“, so Cluely.

Handhelds bleiben weiterhin weitgehend virenfrei. Erst wenn PDA und Handy weiter verbreitet seien und mehr genutzt würden, seien sie ein Ziel für die Angreifer.